Ein Vorbereitungstag 2

Es gibt kaum Wörter, die allen Chorsängern einen kalten Schauer über den Rücken jagen. Das Wort «Stellprobe» gehört allerdings dazu.

Eine Stellprobe bedeutet bei solchen internationalen Wettbewerben, dass man genau zehn Minuten Zeit hat, sich an einen Raum und an diverse Aufstellungen zu gewöhnen. Man hat kurz Zeit, zu üben, was man später vor dem Publikum und vor den Juroren tun wird. Eine Stellprobe bedeutet zehn Minuten höchste Konzentration, Unsicherheit betreffend dem Raum und grösstmögliche Effizienz.

Heute hatten wir zwei Stellproben.

Eine für «Musica Sacra a cappella» in der Domkyrkan, der Domkirche Göteborgs (grandiose Akkustik). Und eine für «Mixed Chamber Choirs» in der Aula der Göteborger Universität, obwohl das Wort «Aula» hier fast nicht trifft: Wir fanden einen sehr angenehmen Konzersaal vor, auf den wir uns sehr freuen.

Nachmittags probten wir erneut für beide Wettbewerbe, bevor es an die «Parade of the Nations» ging. Diese fiel allerdings buchstäblich ins Wasser: Starker bis strömender Regen begleitete nicht nur die rund eineinviertelstündige Wartezeit auf den Anfang der Parade, sondern auch die Parade selbst.

Höchste Zeit also, den Abend im warmen unter Freunden ausklingen zu lassen: Zum Nachtessen mischten sich consonus vokalensemble mit dem Bündner Jugendchor zum Austausch. Da bleibt nur zu sagen: Viva!

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